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ethikCafé 17.11.20

So weiter wie bisher? Oder wie dann? Wirtschaftliche Herausforderungen jetzt anpacken!

Die sanitäre Krise um Covid-19 verstärkt die sozialen Ungleichheiten einerseits und zeigt andererseits Grenzen der freien Marktwirtschaft auf. Unter dem Motto «Komplexe Fragen müssen wir nicht alleine lösen, gemeinsam suchen wir Perspektiven» trafen sich im ethikCafé zum dritten Mal junge Erwachsene mit spannenden Gästen unter Leitung der Juseso, Mittelschulseelsorge und «ethik22». Ganze drei Stunden wurden äusserst konzentriert und engagiert Ideen zum komplexen Thema «Herausforderungen der Wirtschaft» ausgetauscht. Ich glaube behaupten zu dürfen, alle haben Lust auf mehr Diskussionen rund um soziale Gerechtigkeit, Globalisierung, Menschenrechte und Nachhaltigkeit.Nach einem übersichtlichen und gehaltvollen Input zur Wirtschaftsgeschichte und wirtschaftlichen Zusammenhängen von Jonas Sagelsdorff von «ethik22» stellten die Imputgeber*innen ihre Ansätze zu möglichen Veränderungsschritten vor. Marie Levrat vertrat die Strategie «Solidarität», bei der die vorhandenen Mittel zwischen den verschiedenen Einkommensgruppen umverteilt werden. Die Strategie «Allianz von unten» stützt alle Ansätze von Privatpersonen und Gruppen, die aktiv handelnd wirtschaftliche Änderungen erreichen wollen. Sie wurde von Nicolas Bugnon, Direktor von Comundo Romandie, eingebracht. Nathanael Essacaz, Zivildienstleistender bei Caritas Schweiz, machte mit der Strategie «Integration» darauf aufmerksam, dass eine Teilnahme am Wirtschaftsleben Menschen mit Fluchthintergrund die Integration massiv erleichtert. Leider wird dieses Potential derzeit kaum eingesetzt und dabei vergessen, dass es ein Gewinn für alle ist. 
Ein gemeinsamer Nenner aus den Diskussionen lässt sich mit den Stichworten «bewusst konsumieren» umschreiben. Er beinhaltet, dass wir in unseren Köpfen eine neue Denkkultur etablieren und die Einsicht, dass wir mit kleinen alltäglichen Handlungen eine Wirkung haben. Das bedeutet auch die Neuorientierung, dass Profitdenken und immerwährendes Streben nach Wachstum früher in der Steinzeit wichtig, heute aber eine Sackgasse ist. Der altbekannte Begriff Solidarität unabhängig von der Herkunft ist ein Schlüssel zur Weiterentwicklung. Die Intensität dieser drei Stunden Austausch weckte in mir eine Art von Euphorie. Ich bin überzeugt, dass alle Anwesenden, das ihnen Mögliche versuchen, ihre Vorstellungen von einem gelingenden Leben für alle aktiv umzusetzen. 

Monika Dillier
Juseso Deutschfreiburg

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